“Leere Teller, volle Tanks”… war gestern die Überschrift eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung zum Thema Nachwachsende Rohstoffe/Bioethanol (leider nicht online verfügbar). Vergleichbares vor einigen Tagen in der “Welt”. Ähnlich auch die Bild-Zeitung. Vor einiger Zeit bereits habe ich einem Bekannten, der das Thema C4 international bearbeitet, eine kurze Frühwarnmail geschickt, dass hier in Deutschland derzeit eine sehr negative Berichterstattung dazu hochkocht. Managementtechnisch gesprochen “eine Kommunikationskrise droht”. Seitdem beobachte ich das Thema wieder stärker:

Die Themen (”Issue”)entwicklung ist absolut klassisch: Damals, vor einigen Monaten und Wochen, waren es noch einige Hinweise, Nebensätze in Artikeln zu den steigenden Nahrungspreisen und Ähnlichem. Seit wenigen Tagen nun sind es ganze Artikel mit diesem Inhalt, Beispiel SZ wie erwähnt “Experten warnen – Leere Teller, volle Tanks”. In den nächsten Tagen werden nun mit Sicherheit auch noch die Politiker und sonstigen Themen-Trittbrettfahrer folgen, die – wie bei allem Neuen – es “immer schon wussten, dass das eine Sackgasse ist” (ironisch gesprochen). Aber wo bleibt das Issues Management der Pro-Fraktion? Noch lässt sich nicht beobachten, wie sie ihre Argumente ins Feld führen. Vielleicht braucht es ja eine zwischenzeitliche Preiserhöhung (oder einfach realistische Preise ??) bei Nahrungsmitteln, damit der Anbau wieder rentabler wird, damit wieder mehr … Markt eben. Man würde gerne auch diese Argumente lesen. Die einzigen die derzeit schon zaghaft zu argumentieren beginnen, sind die Verfechter der bestehenden Subventionen in der Politik. Warum schweigen die unternehmerischen Interessengruppen, die Landwirte etc.?
Es wird spanndend bleiben, die Themenentwicklung in den nächsten Wochen zu verfolgen und vorherzusagen, wer wann wo wie argumentieren wird.